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Themen:
- Zeitplan für
Encoder Tests bis Ende
2000
- CAN-Bus
Implementation wegen Kompatibilität
zu ALMA
- Datenbanken (mySQL) /
CLASS Daten Archivierung
- Datenbank /
Archivsuchfunktionen
- Umstellung der
Online-Datenreduktion auf
Linux PC
- Teleskopkalibrationen
- Standards für
Empfängertests
- Spektrallinien OTF
Setup und Online Reduktion
- Organisation der
Effelsberg Webdokumentation
Teilnehmer: E.
Fürst,
A. Jessner, K. Menten, D. Muders, J. Neidhöfer, P. Schilke, J.
Schraml
Protokoll: D.
Muders
Nicht anwesend:
A. Kraus
(Urlaub)
- Fürst berichtete,
dass die laufenden
Wartungsarbeiten am Teleskop (Maler- und Oberflächenarbeiten) bis
Anfang September 2000 andauern werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der
Zugang zum Teleskop für Tests stark eingeschränkt. Das
Teleskop
kann für die Encodertests in Azimut bewegt werden, wenn keine
Malerarbeiten
stattfinden.
- Schraml und
Neidhöfer berichteten über
die laufenden Arbeiten bzgl. Umbau der Encoderleseelktronik auf VME /
VxWorks.
Die Funktionalität des CAMAC AXPUG II wurde in einem VME Crate mit
entsprechender Hard- und Software nachgebildet. Diese neue Lösung
ist mindestens so gut wie die bestehende. Es stellte sich allerdings
jetzt
bei Tests des neuen Systems heraus, dass die AXPUG II Lösung
gelegentlich
auftretende große Anfahrgeschwindigkeiten (> 5°/sec.)
nicht erfassen
kann (sowohl CAMAC als auch VME). Dies führt zu
Encodersprüngen,
die durch eine aufwendige Setzprozedur korrigiert werden müssen.
- Die kommerziellen
Heidenhain Module haben
eine ca. 150 mal höhere Leserate und können diese hohen
Geschwindigkeiten
ohne Probleme verarbeiten. Zu Verbesserung des Systems ist daher
geplant,
Heidenhain Module für die Encoderauslesung zu verwenden. Die
weitere
Auswertung geschieht mit dem VME-Telskoprechner, um die dynamische
Selbstkalibrationsroutine
von Schraml verwenden zu können. Dazu ist es nötig, die
Encodersignale
entsprechend aufzubereiten. Dies soll Herr Friedel durchführen.
Dieses
Projekt hat Vorrang vor Friedel's anderen Camac/PC Projekten.
- Um kompatibel mit der
derzeit vom ALMA Konsortium
entwickelten Software zu sein, soll eine CAN-Bus Schnittstelle
gemäß
ALMA ICD 9 (CAN-Bus Schnittstelle und Kommunikation zwischen den
ALMA Antennenprototypen und der ALMA Steuersoftware; siehe
ALMA
Memos) im neuen
VME Encoder Crate implementiert werden.
- Die neue
Encoderlösung zur Hauptachsensteuerung
soll bis Ende 2000 mit dem derzeitigen Vax-Steuersystem und dem
VME-Teleskoprechner
implementiert und getestet werden.
- Schraml schlug vor,
langfristig Absolutencoder
statt der derzeitigen inkrementellen Encoder zu verwenden.
- Es schloss sich eine
Diskussion über
das zukünftig geplante Datenbankformat für die Rohdaten (s.
Protokoll
des Treffens in Effelsberg am 11.5.2000) an. Die Datenbank soll Header,
Backenddaten, Ergebnisse der Online Datenreduktion (Spektren, Pointing-
und Focusoffsets, Atmosphärenparameter (Tau aus Skydip),
Systemtemperatur,
etc.), Wetterinformationen, Projektinformationen, Operateurslogs,
Beobachtungspläne
und Technische Daten (z.B. Teleskoptemperaturen, Empfängerdaten,
etc.)
als separate Datenströme mit UT Zeitmarkierung enthalten. Es soll
eine Archivsuchfunktion in graphischer Form (z.B. als Java Applet) zur
Verfügung gestellt werden. Die Header des bestehenden CD-ROM
Archivs
alter Effelsberg Daten sollen ebenfalls in dieser Datenbank
zugänglich
gemacht werden.
- Schilke und Muders
berichteten über ihre
Tests des frei verfügbaren MySQL Datenbanksystems (
www.mysql.com)
unter Linux. MySQL ist ein Quasistandard.
Mit einfachen, nicht optimierten C Programmen und Perl Scripts ergaben
sich Datenspeicherraten von 2 MB/s. Optimierte Programme könnten
u.U.
höhere Raten erreichen. Diese Datenrate reicht aus, um
Backenddaten
aller existierenden Backends zu verarbeiten. Die zu erwartende MASCE
Datenrate
von 5,25 MB/s könnte ein Problem darstellen. Eventuell müssen
mehrere Datenströme gleichzeitig geschrieben werden. Weitere MySQL
Tests sollen durchgeführt werden.
- Menten vertrat den
Standpunkt, dass dieses
neue Datenbankarchiv sowie seine Suchfunktionen zunächst nur
für
das MPIfR und nicht öffentlich zugänglich sein sollen. Es
gibt
bislang keine Regelung über Schutzzeiten für Effelsberg Daten
und keinen Konsens darüber ob die Daten nach einer solchen
Schutzzeit
öffentlich gemacht werden sollen. Es wurde angeregt, dieses Thema
im WIA zu diskutieren. Eine Vorlage soll erstellt werden (P. Schilke).
- Neben den Rohdaten
sollen ab sofort auch die
durch das Online Display (EFF) erzeugten CLASS Dateien auf CD-ROM
archiviert
werden. Die Namensgebung der CLASS Dateien soll so geändert
werden,
dass Datum und Projektnummer benutzt werden (s.u.).
- Die Organisation der
existierenden Effelsberg
Dokumentation auf dem Web Server soll verbessert werden. Weitere
Dokumente
wie z.B. über Empfänger, etc. sollen, soweit noch nicht
vorhanden,
auf dem Web Server zugänglich gemacht werden. Es sollen
"Cookbooks"
mit Beispielen für unerfahrene Beobachter und als
Gedächtnisstütze
für erfahrene Beobachter verfasst werden.
- Für neue und
bestehende Empfänger
sollen Standardtestprozeduren erarbeitet werden, um Probleme wie z.B.
Seitenbandvertauschungen
zu erkennen und in der Software zu korrigieren.
Folgende Projekte
wurden beschlossen:
Sofortiger /
kurzfristiger Zeitplan
(bis Mitte September 2000):
- Ersetzung des
derzeitigen "Ringpuffer" Schemas
für die CLASS Dateien (spectra.eff, spectra.001, etc.) durch eine
automatische Benennung bestehend aus Datum (TT-MM-JJJJ) und
Projektnummer
(NN-JJ) mit Endung 100m (Beispiel: 17-07-2000=54-00.100m) beim Start
von
OBSE (A. Kraus, J. Neidhöfer & D. Muders).
- Archivierung der CLASS
Dateien auf CD-ROM
als Einzeldateien unter obigen Namen. Die CD-ROM's könnten direkt
in Effelsberg auf dem Backend PC gebrannt werden. Alternativ
könnte
man die Daten per tar auf DAT Band nach Bonn transportieren und dort
auf
CD-ROM archivieren (TBD). Die CLASS Daten sollen mindestens eine Woche
und bis zur endgültigen Archivierung in Effeslberg auf der Vax
bzw.
dem Backend PC verbleiben (A. Kraus, J, Neidhöfer & D. Muders).
- Das Effelsberg LaTeX
Proposal Deckblatt soll
auf den MPI / Effelsberg Webservern öffentlich zugänglich
gemacht
werden (P. Schilke & J. Neidhöfer).
- Vereinfachung des
Zugangs zu exisitierenden
Effelsbergdokumenten auf den MPI / Effelsberg Web Servern (J.
Neidhöfer).
- Die Effelsberg
Beobachtungspläne sowie
die Operateurslogs sollen ab sofort in elektronischer Form
zugänglich
sein, um diese Daten zukünftig in der Datenbank abspeichern zu
können.
Es müssen entsprechende Masken bzw. Programme zur Verfügung
gestellt
werden (D. Muders & P. Schilke).
- Diskussion der
Schutzzeiten für Effelsberg
Daten im WIA (P. Schilke).
Mittelfristiger Zeitplan
(bis
Ende 2000):
- Einbau und Test der
vollen VME AXPUG II /
Heidenhain Lösunung (Encoder Auslesung und Servo Loop für die
Hauptachsen) unter Benutzung des bestehenden Vax Steuersystems (FAHREN,
CONTROL, etc.) sowie des VME-Teleskoprechners bis Ende 2000 (J. Schraml
& J. Neidhöfer).
- Anschaffung eines
speziellen Backend PCs (ca.
866 MHz Pentium III, 512-1024 MB RAM, SCSI Karte, mehrere 10 GB
Plattenplatz
(SCSI oder IDE), SCSI CD Brenner, DLT III oder IV Bandlaufwerk, 10/100
Mbps Ethernet Karte, Linux Betriebssystem; Details TBD) auf dem in
Zukunft
die Online Datenreduktion (EFF & Toolbox) laufen wird (E.
Fürst).
- Portierung der Online
Datenreduktion auf diesen
Backend PC. Die Rohdaten (TH/TP Dateien) sollen von der Vax nach jedem
Subscan auf den Backend PC übertragen werden (per ftp, Socket
Verbindung
oder NFS). Die Reduktionsprogramme müssen ihre Befehle von SEND_DP
per Socket statt VMS Mailbox erhalten (für EFF am einfachsten mit
einem xterm Fenster mit Socketanbindung für Remote-Control wie
für
OBSE bei VLBI bzw. über socket-xterm (Muders)) (A. Kraus, J.
Neidhöfer,
A. v. Kap-herr & D. Muders).
- Erstellung einer
Datenbankdefinition für
die derzeitigen Effelsbergrohdaten (Header und Backenddaten) basierend
auf den im alten Rohdatenformat gespeicherten Werten bzw. den
vorhandenen
OBSINP Befehlen (P. Schilke, J. Schraml, J. Neidhöfer & D.
Muders).
- Die maximal
möglichen Datenraten von
MySQL bzw. anderen Datenbanksystemen sollen im Hinblick auf die zu
erwartenden
Datenraten des MACSE von bis zu 5,25 MB untersucht werden (P. Schilke,
D. Muders, R. Lemke & A. Jessner).
- Implementierung der
Onlinereduktion von AK90
Pointings (Backend 4) in SEND_DP für EFF (J. Neidhöfer &
D. Muders).
- Die
Empfängerkladden und andere nicht-elektronische
Effelsbergdokumente sollen gescannt und auf dem Web Server
zugänglich
gemacht werden (Operateure Effelsberg & J. Neidhöfer).
Langfristiger Zeitplan:
- Umstellung des
Rohdatenformats auf Datenbankströme
(J. Neidhöfer, A. Jessner, A. Kraus, P. Schilke, D. Muders &
R.
Lemke).
- Umstellung der
Reduktionssoftware (EFF &
Toolbox) auf Datenbankzugriff (A. Kraus, D. Muders, P. Schilke & A.
v. Kap-herr).
- Implementierung der
bisher archivierten Datenheader
in das neue Datenbankformat (Operateure Rechnerabteilung MPI (TBD)).
- Implementierung von
Archivsuchfunktionen für
das Effelsbergdatenarchiv (Zugangsberechtigungen für Header /
Daten
noch zu diskutieren) (NN).
- Implementierung der
Spektral-OTF Syntax wie
beim HHT, um das Aufsetzen von PMAP, FMAP und FASTOTF für den
Beobachter
leichter und transparenter zu gestalten (D. Muders).
- Implementierung eines
FASTOTF Befehls in OBSE
(D. Muders).
- Korrektur der z.Z.
fehlerhaften EFF / CLASS
Spektral-OTF Onlinedatenreduktion (D. Muders & A. Kraus).
- Benutzung des neuen
CLASS OTF Formats statt
Einzelspektren (derzeit wegen alter Vax Version der Grenoble Software
notwendig)
(A. Kraus & D. Muders).
- Benutzung der
Rohdateninformation bzgl. der
Beobachtungsprozedur in EFF, um die Datenreduktion zu automatisieren
(A.
Kraus & D. Muders).
- Speichern von
Liniennamen in den Rohdaten
bzw. Übergabe der Namen aus OBSE via SEND_DP and EFF / Toolbox (D.
Muders & J. Neidhöfer).
- Doppler Korrektur
für AK90, um vernünftige
Geschwindigkeitsskalen bei der Benutzung von Frequenzoffsets zu
erhalten
(J. Neidhöfer).
- Debugging von EFF (z.B.
Frequenzen beim Übergang
von Spektral- auf Kontinuummodus und viele andere Details) (A. Kraus
&
D. Muders).
- Weitere
Kalibrationsmessungen der bestehenden
Empfängersysteme entsprechend der existierenden Zusammenstellung
von
A. Kraus und weiteren festzulegenden Details wie z.B. Variationen der
Empfängereigenschaften
über die gesamte Bandbreite in sinnvollen Abständen (A.
Kraus).
- Technische und
astronomische Tests für
neue (und evtl. bestehende) Empfängersysteme (NN).
- Schreiben von
"Cookbooks" für verschiedene
Beobachtungsmodi (Kontinuum, Spektrallinien, On-The-Fly Beobachtungen,
Pulsare, etc.) inklusive OBSE Makrobeispielen für Standardsetups
für
unerfahrene Beobachter und als Gedächtnisstütze für
erfahrene
Beobachter (alle erfahrenen Beobachter).
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